Betriebsmittel: Was sind stehende und umlaufende Betriebsmittel in der Landwirtschaft?

Betriebsmittel der Land- und Fortswirtschaft
Betriebsmittel der Land- und Fortswirtschaft

Es handelt sich um bewertungsrechtliche Begriffe, die für die Erbschaftsteuer von Interesse sind.

Erklärt vom Erbrechtler Gerhard Ruby

Stehende Betriebsmittel

sind Wirtschaftsgüter, die dem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft dauerhaft dienen, also z.B. „totes Inventar“ wie Geräte, Traktor, Mähdrescher, Pkw und „lebendes Inventar“ wie Zuchtvieh, Milchkühe oder Legehennen.

Umlaufende Betriebsmittel

sind die Wirtschaftsgüter, die verkauft oder verbraucht werden, also z.B. Saatgut, Futter, Düngemittel, Mastvieh. Hier ist zu beachten, dass nur der „normale“ Bestand zum Vermögen der Land- und Fortswirtschaft gezählt wird, d.h. der Bestand der erforderlich ist, damit der Betrieb sicher bis zur nächsten Erntezeit fortgeführt werden kann. Nur dieser Bestand wird zum steuerlich privilegierten land- und fortswirtschaftlichen Vermögen gerechnet. Ein Überbestand wird also dem „sonstigen Vermögen“ zugerechnet.

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