Land- und fortstwirtschaftlicher Betrieb wird bei Bewertung dreigeteilt

Bewertung
Bewertung

Nach § 160 Bewertungsgesetz gilt:

§ 160 BewG Betrieb der Land- und Forstwirtschaft

(1) Ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft umfasst

  1. den Wirtschaftsteil,
  2. die Betriebswohnungen und
  3. den Wohnteil.

 

Der Wirtschaftsteil

umfasst die Nutzungen, nämlich die land- und forstwirtschaftlichen, weibaugärtnerischen, gärtnerischen und die übrigen land- und fortswirtschaftlichen Nutzungen. Zum Wirtschaftsteil zählen auch die Nebenbetriebe sowie Abbauland, Geringsland und Unland.

Bewertet wird der Wirtschaftsteil nach dem

  • Ertragswertverfahren (vgl. Anlagen 14 und 15 zum BewG: Hektargewinn x 18,6) und
  • Mindestwertverfahren (Pachtwert  x 18,6 + Besatzkapitalwert x 18,6)

Der höhere der beiden Werte wird für die Erbschaftsteuer angesetzt. Wird der Betrieb aber nicht 15 Jahre fortgeführt, dann kommt der

  • Liquidationswert in Ansatz.

Die Betriebswohnungen der der Wohnteil

werden wir normales Grundvermögen bewertet.

Grundbesitzwert

Addiert man die Werte von Wirtschaftsteil, Betriebswohnungen und Wohnteil und zieht hiervon die Betriebsschulden ab, hat man den Steuerwert des Betriebes. Der Wert des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes wird vom Bewertungsgesetz als Grundbesitzwert verstanden. Es gibt also keinen Wert des luf-Betriebes an sich.

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